MaKoSaTex

Erarbeitung konkreter Maßnahmen zu den aktuellen Herausforderungen bayerischer Kommunen bei der Sammlung und Verwertung von Alttextilien

Problemstellung

Fast Fashion und überbordende Alttextilcontainer, deren Verwertung sich kaum noch wirtschaftlich darstellen lässt, sind die akuten Herausforderung der Stunde. Belegt werden sie durch zahlreiche drohende und tatsächliche Insolvenzen führender Sammel, Sortier und Verwertungsunternehmen.

 

Die Marktentwicklungen und der neue gesetzliche Rahmen stellt die verantwortlichen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (örE) aktuell vor massive, komplexe Herausforderungen bei der Erfassung und der Verwertung von Alttextilien:

  • Mehr Menge, weniger Qualität durch Fast Fashion → höherer Sortier- und Entsorgungsaufwand.
  • Fehlende Verwertungs- und Recyclingkapazitäten, besonders für Mischfasern.
  • Finanzierungsprobleme: sinkende Erlöse, steigende Kosten, Rückzug vieler Sammler.
  • Zu wenig Infrastruktur (Container, Logistik, Personal, regionale Kapazitäten).
  • Konkurrenz & rechtliche Unsicherheiten zwischen Kommunen und privaten Sammlern.
  • Qualitätsprobleme & Littering an Sammelstellen.
  • Unklare Trennregeln → Fehlwürfe, Informationsbedarf steigt.
  • Unklare EPR‑Rahmenbedingungen → hohes Planungs- und Kostenrisiko für örE.
  • Fehlende Austauschplattform → geringe Kooperation, keine gemeinsamen Lösungen.

Lösungsansatz

 
  • Herausforderungen und Bedarfe der örE und Branche klären
  • Grundlagen zu Textilströmen und EPR-Rolle der örE erarbeiten
  • Praxistaugliche Empfehlungen für Kommunen und Freistaat entwickeln
  • Strategische Position Bayerns zu EPR vorbereiten
  • THG‑Wirkungen verschiedener Sammel- und Verwertungsszenarien abschätzen
  • Informationskampagne zur Stabilisierung der Sammlung erstellen
  • Beitrag zur bayerischen Kreislaufwirtschaft und Stärkung regionaler Verwertung leisten

Projektdetails

Projektleiterin
Recycling Atelier

FKZ: 450552

Gefördert durch: bifa Umweltinstitut

Fördersumme: 230.000 €

Ziel

Das Vorhaben leistet einen direkten Beitrag zur Umsetzung der Bayerischen Kreislaufwirtschaftsstrategie, in der der Sektor Textil und Bekleidung als einer der sechs prioritären Bereiche benannt ist. Über das Projekt können wertvolle Datengrundlagen, strategische Handlungsempfehlungen und Maßnahmenvorschläge bereitgestellt werden, die dem Freistaat Bayern ermöglichen, den Übergang zu einer ressourcenschonenden, kreislauforientierten Textilwirtschaft aktiv zu gestalten und regulatorisch zu begleiten.
Darüber hinaus stärkt das Vorhaben die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft bayerischer Entsorgungs- und Recyclingsysteme, indem es Ansatzpunkte für neue Geschäftsmodelle, Kooperationen und Investitionen in regionale Verwertungsstrukturen aufzeigt.

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