Unsere zwei Standorte in Augsburg finden Sie hier.
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Zentrale Herausforderung der Kreislaufwirtschaft im Textilbereich ist die große Vielfalt an Materialmischungen in Textilien.
Ein werkstoffliches Recycling ist meist nur möglich, wenn Textilien in Stücke mit einheitlicher oder kompatibler Materialzusammensetzung getrennt werden.
In der Textilindustrie dominieren heute thermoplastische Werkstoffe.
Rund 57 % der weltweit ca. 124 Mio. t produzierten Fasern und Garne bestehen aus Polyestern, fast ausschließlich Polyethylenterephthalat (PET).
Ein wesentlicher Störfaktor für das werkstoffliche Recycling ist Elastan in Textilien.
Elastan ist ein elastomeres, gummielastisches Material mit Quervernetzungen und daher nicht schmelzbar, im Gegensatz zu thermoplastischen Werkstoffen wie Polyester oder Polyamid.
Textilien mit Elastananteil können deshalb nicht durch Zerkleinern und Aufschmelzen zu Regranulaten und neuen Garnen verarbeitet werden.
Ziel dieses Teilprojekts ist es, den Anteil von im Projekt Uncover Elastane entwickelten Regranulaten in Garnen soweit wie möglich zu erhöhen, ohne die mechanischen und optischen Eigenschaften so stark negativ zu beeinflussen, dass ein textiles Recycling verhindert oder sehr stark eingeschränkt wird. Dazu wird ein Bikomponenten-Ansatz verfolgt: Bei den einzelnen Filamenten umgibt ein Mantel aus weißem Primärmaterial einen farblich undefinierten Kern aus Recyclingmaterial. Dadurch werden Regranulate auf auch für sichtbare Anwendungen zugänglich gemacht, die Anfärbbarkeit der entwickelten Garne wird im Teilvorhaben ebenfalls erprobt. Hierzu werden die erarbeiteten Garne in Kooperation mit dem assoziierten Partner HOHGARD GmbH & Co. KG zu verschiedenen Gestricken oder Geweben weiterverarbeitet und eingefärbt.
FKZ: 01MN26018E
Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektträger: DLR
Fördersumme: 450.000 €