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Der Anteil von Naturfasern am Verbundwerkstoffmarkt beläuft sich bislang nur auf ca. 10 %, trotz deren enormer ökologischer Vorteile gegenüber Carbon- und Glasfasern. Naturfasern, wie Hanf- oder Flachsfasern würden eine umweltfreundlichere und biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichen Verstärkungsfasern darstellen. Allerdings weisen Naturfasern noch erhebliche technologische Nachteile auf, die eine Durchdringung des Marktes verhindern. Eine Hauptursache ist der erhebliche Kurzfaserausschuss, der bei der Vorverarbeitung der Fasern entsteht. Durch Veredlungsschritte vom Hanfstroh zur Hanffaser, wie der Ernte, dem Rösten, Kardieren, Strecken und Kämmen, fällt mit rund 30-35 % eine erhebliche Menge an Kurzfasern an, die bisher nicht verarbeitet werden.
Ziel des FuE-Projektes ist es, innovative Verfahren zur Veredelung und Produktion von Hanffasern zu erforschen, um erstmals thermoplastische Naturfaserverbundwerkstoffe mit Kurzfasern herzustellen. Die Ergebnisse sollen insbesondere im Produktdesign durch einen KI-gestützten Entwicklungsprozess genutzt werden, um einen optimalen und nachhaltigen Materialeinsatz zu gewährleisten. Als Ergebnis soll ein Großteil des bisherigen Kurzfaserausschusses verwertet und die Herstellung flächiger thermoplastischer Verbundwerkstoffe aus Kurzfasern erzielt werden. Darüber hinaus zielt das FuE-Projekt darauf, die mechanischen Eigenschaften von Natur-Kurzfasern kontrolliert einzustellen.
Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Fördersumme: 200.000 €