Unsere zwei Standorte in Augsburg finden Sie hier.
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Orthesen sind für viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen unverzichtbar, um Mobilität und Lebensqualität zu erhalten. Bisher werden sie meist aus neuen Carbonfasern gefertigt, was teuer und wenig nachhaltig ist. Die Verarbeitung dieser Neufasern ist zudem bei komplexen Formen problematisch und nicht standardisiert. Gleichzeitig fallen in der Industrie große Mengen an recycelbaren Carbonfaser-Abfällen an, die bisher kaum hochwertig genutzt werden. Recycelte Carbonfasern (rCF) bieten die Chance, nachhaltigere und flexiblere Orthesen herzustellen. Allerdings fehlen bisher geeignete Materialien und Prüfverfahren, um rCF sicher und effizient in der Orthopädietechnik einzusetzen. Das Projekt will diese Lücke schließen und so einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und technischer Innovation in der Orthesenfertigung leisten.
Das Ziel des Projekts „rCFKOrth“ ist die Entwicklung einer innovativen Oberschenkelorthese aus recycelten Carbonfasern (rCF), die eine verbesserte Kraftübertragung an Gelenkübergängen ermöglicht und erstmals durch ein standardisiertes Prüfverfahren validiert werden kann. Im Mittelpunkt steht die Transformation der Orthesenfertigung von einer handwerklichen Einzelfertigung hin zu einem technisch definierten, reproduzierbaren Prozess. Dabei sollen recycelte Kurzfasern durch eine neuartige Prozesskette so ausgerichtet werden, dass sie die hohen mechanischen Anforderungen an Sicherheitsbauteile erfüllen. Das Projekt strebt an, Neufasern durch nachhaltige rCF-Halbzeuge zu ersetzen, ohne Einbußen bei der Bewegungsunterstützung oder Sicherheit, und gleichzeitig eine standardisierte Qualitätssicherung für Orthesen zu etablieren.
FKZ: KK6004309AJ6
Gefördert durch: Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie
Fördersumme: 280.000 €